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  Deutsche Kultur zu Lebzeiten Abd-ru-shins
 

Alles sollte neu werden

– Umbrüche und Orientierungsverlust zu Lebzeiten Abd-ru-shins –



Erschienen in Ausgabe Nr. 84 (September/Oktober 2014) des Magazins »GralsWelt – Zeitschrift für ganzheitliches Denken und fördernde Lebenswege«



Als Abd-ru-shin ab 1923 die Vorträge zu veröffentlichen begann, die er später zum Werk „Im Lichte der Wahrheit“ zusammenfaßte, war das Bedürfnis nach einem neuen Wegweiser groß. Durch die aufrüttelnden Ereignisse, die rasch aufeinander folgenden Hoch- und Tiefpunkte der vergangenen Jahrzehnte und Umstürze auf allen Gebieten waren die Menschen haltlos geworden. Nichts hatte sich als verläßliche Größe erwiesen, alles Hergebrachte lag in Scherben.


Der Geburt Abd-ru-shins (Oskar Ernst Bernhardt) am 18. April 1875 in Bischofswerda bei Dresden gingen bereits turbulente Jahre voraus. Der Deutsch-Französische Krieg hatte 1871 zum Zusammenschluß der deutschen Einzelstaaten zum „Deutschen Reich“ geführt und der deutschen Wirtschaft durch die hohen Reparationszahlungen Frankreichs von fünf Milliarden Francs in kurzer Zeit einen Geldsegen und zudem das wirtschaftlich interessante Gebiet Elsaß-Lothringen beschert. Die darauffolgende „Gründerzeit“, die durch einen bemerkenswert rasanten wirtschaftlichen Aufschwung geprägt war, wurde davon wesentlich befeuert. Doch nur zwei Jahre später folgte unerwartet der Börsenkrach. Zahlreiche Firmen meldeten Konkurs an, Familien verloren auf einen Schlag ihr Hab und Gut. Haltlose Spekulationen und ungedeckte Kredite hatten in der euphorischen Stimmung des Aufschwungs dazu geführt, nun stagnierte die Wirtschaft. Dieses Erleben brach das Vertrauen vieler in den Kapitalismus und nährte in breiten Schichten antisemitische Tendenzen, da vielfach den Juden, die traditionell im Finanzsektor vertreten waren, die Schuld zugeschoben wurde.


Gesellschaft im Wandel

In die Zeit von der Reichsgründung bis zum Ersten Weltkrieg fällt auch die Hochindustrialisierung („zweite industrielle Revolution“), die Entwicklung des deutschen Kaiserreichs zum modernen Industriestaat. Sie ging einher mit einer zunehmenden Automatisierung und mit dem Aufkommen der Fließbandfertigung. In der Aufteilung der Produktionsschritte sah schon Jahre zuvor Karl Marx die Gefahr der „Entfremdung“ des Arbeiters vom Produkt, das er fertigt, und darin die Grundlage für weiterreichende Fehlentwicklungen: „Eine unmittelbare Konsequenz davon, daß der Mensch dem Produkt seiner Arbeit, seiner Lebenstätigkeit, seinem Gattungswesen entfremdet ist, ist die Entfremdung des Menschen von dem Menschen.“ Die traditionellen Strukturen der Großfamilien waren durchbrochen; wer in der Industrie tätig war, zog vom Land in die Städte, in denen die großen Fabriken entstanden und das alte Handwerk immer weiter zurückdrängten. Massen von Handwerkern waren arbeitslos geworden und drückten durch ihre Vielzahl die Lohn- und Arbeitsbedingungen. Wieder wurde die soziale Frage drängend, die Folge der vorangegangenen raschen gesellschaftlichen Veränderungen, „die ganze Bevölkerungsschichten aus ihren jahrhundertealten Lebenskreisen und -bindungen herausrissen, entwurzelten und in Not und Armut stürzten“. (H. Müller, Schlaglichter der deutschen Geschichte) Aus diesen Wirren heraus entstanden Gewerkschaften, neue Parteien und Bewegungen, die schließlich die Grundlagen einer Sozialgesetzgebung erwirken konnten, wie sie noch heute zur Anwendung kommt.


Materialismusstreit und Kulturkampf

Der große gesellschaftliche Wandel ging zur Mitte des 19. Jahrhunderts hin auch mit einem nicht minder großen weltanschaulichen Umbruch einher. Die Abwendung vom Idealismus (Fichte, Schelling, Hegel – Geistig-Immaterielles geht der Materie voraus) und gleichzeitige Hinwendung zum Materialismus (alles ist auf Materie zurückführbar, außer der nichts existiert) wurde durch verschiedene wissenschaftliche Entdeckungen bestärkt, besonders auf dem Gebiet der Biologie. 1860 publizierte Charles Darwin „Über die Entstehung der Arten“, 1871 folgte das zweibändige Werk „Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl“. Dem voraus ging 1831 die Entdeckung des Zellkerns, der in der Folge als Grundbaustein organischen Lebens verstanden wurde. Der Naturwissenschaftler Carl Vogt brachte die neuen „Erkenntnisse“ schließlich 1852 auf den Punkt; es sei „der Mensch so gut wie das Thier nur eine Maschine, sein Denken das Resultat einer bestimmten Organisation – der freie Wille demnach aufgehoben“ („Bilder aus dem Thierleben“). In einer erbitterten Gelehrtenfehde wurde inzwischen öffentlich darum gerungen, ob es angesichts der Fortschritte der Wissenschaft überhaupt noch möglich sei, an Gott zu glauben, die Existenz der Seele zu bejahen und einen freien Willen des Menschen anzunehmen.

Parallel dazu wurde scharfe Religionskritik laut; gelesen wurden die neuen Schriften von Ludwig Feuerbach („Das Wesen des Christentums“, 1841) und Friedrich Nietzsche („Der Antichrist“, 1895), außerdem Arthur Schopenhauer († 1860) und Karl Marx († 1883), die allesamt auf ihre Art mit dem Christentum abrechneten. Um die Jahrhundertwende begann schließlich auch der ebenfalls stark religionskritisch eingestellte Sigmund Freud († 1939) zu publizieren. Sie alle waren Autoren, die eine nachhaltige Wirkung hinterließen und den Rückhalt breiter Massen im Glauben in Frage stellten.

Aus diesen Strömungen ergaben sich auch zunehmende Forderungen zur stärkeren Trennung von Kirche und Staat. Der Machtkampf zwischen Otto von Bismarck und Papst Pius IX., der sogenannte „Kulturkampf“, führte zu einer Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses auf die Politik und hatte unter anderem die staatliche Schulaufsicht (1872) sowie die Einführung der Zivilehe (1875) zur Folge. Der zunehmenden Kritik und Infragestellung der katholischen Lehrmeinung begegnete die Kirche im Vorfeld 1870 mit der Verkündung des Unfehlbarkeitsdogmas. Den Bruch mit Kirche und Glauben, der sich in diesen Entwicklungen abzeichnet und der bis in unsere Tage fortdauert, vertiefte dieser Glaubenssatz nur noch weiter.


Eine neue Dimension des Elends

Nachdem Wilhelm II. im Jahr 1888 den deutschen Kaiserthron bestiegen hatte – der junge Oskar Ernst Bernhardt besuchte zu dieser Zeit noch die Bürgerschule, auf die in den Jahren darauf eine kaufmännische Ausbildung in der Handelsschule folgte –, steuerte das Reich bald einen riskanten politischen Kurs. Krisen und diplomatische Ungeschicke führten zu verstärkten internationalen Spannungen, die am Vorabend des Ersten Weltkrieges in ein beispielloses Wettrüsten mündeten, wozu die imperialistischen Bestrebungen der Großmächte, das Ringen um die Aufteilung der Kolonien, ein übriges taten. Die globale Erwartungshaltung, die immer dichter um Rüstung und Eskalation kreisenden Gedankennetze wurden schließlich 1914 zur Wirklichkeit. Doch: „Die Begeisterung, mit der der Krieg in allen beteiligten Ländern begrüßt worden war, erlosch sehr bald im Grauen der Materialschlachten.“ (H. Müller) Dieser Krieg war von einem ungekannten Ausmaß, das unzählbare Menschen traumatisiert und tief erschüttert zurückließ. 17 Millionen Tote, der Einsatz von Panzern, die Anwendung verheerender Giftgase, U-Boot-Krieg und ausgedehnte Fliegerangriffe – ein Krieg, wie ihn die Erde noch nicht gesehen hatte.

Auch an der „Heimatfront“ nahm das Übel seinen Lauf. Eine bittere Hungersnot, der „Kohlrübenwinter“ (auch: „Steckrübenwinter“) 1916/17 traf die deutsche Bevölkerung und forderte Hunderttausende Opfer. Nur ein Jahr später brach die Spanische Grippe aus, eine Pandemie, die weltweit in nur zwei Jahren zwischen einem Drittel und der Hälfte der heutigen deutschen Bevölkerung dahinraffte. Das Volk war entkräftet und des Krieges müde, die Menschen sehnten sich nach Frieden, einem Ende des Leids.

Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges befand sich Oskar Ernst Bernhardt gerade auf Reisen in London. Als Staatsangehöriger einer feindlichen Macht wurde er dort festgehalten und schließlich auf die Isle of Man verbannt für vier lange Jahre. Er war inzwischen 40 Jahre alt, erfolgreicher Schriftsteller und bereits weit herumgekommen. Das britische Exil wurde ihm zur „Zeit in der Wüste“, während der ihm die Not, die innere Haltlosigkeit der Menschen deutlich bewußt wurden und in ihm den Wunsch nährten zu helfen. Nach seiner Rückkehr auf deutschen Boden im Jahr 1919 wendete er sich so mit neuem Eifer dem Schreiben zu, bis er 1923 unter dem Namen Abd-ru-shin (Abdruschin) die ersten Vorträge zu den großen, damals brennenden Lebensfragen veröffentlichte, die rasch eine zunehmende Hörer- und Leserschaft fanden.


„Lebet!“

Mit der Ausrufung der Republik im November 1918 begann das erste Demokratie-Experiment der Geschichte auf deutschem Boden. Doch die Startbedingungen waren denkbar ungünstig: Die Politik flankiert von einflußreichen linken wie rechten Extremen, die sich gegenseitig Verrat vorwarfen, Attentate, Aufstände und Putsch-Versuche, nicht zuletzt das Am-Boden-Liegen der deutschen Wirtschaft durch Wiederaufbau und überhohe Reparationszahlungen (zunächst 132 Milliarden Goldmark), die der „Knebelvertrag von Versailles“ diktierte. Hinzu kam eine beispiellose Hyperinflation, in deren Verlauf sich das Geld so rasend schnell entwertete, daß die Banken bestehende Noten bald im großen Stil mit neuen Werten überstempelten, da keine Zeit mehr blieb zum Neudruck. Schließlich wog im November 1923 den Wert eines einzigen US-Dollars der unvorstellbare Betrag von 4,2 Billionen Reichsmark – eine dreizehnstellige Zahl – auf. Erst 1924 stabilisierte sich die wirtschaftliche Lage, es kam zu einem neuen Aufschwung, mit dem gleichzeitig Kultur und Wissenschaft wieder erblühten – die „Goldenen Zwanziger Jahre“. Am Scheitelpunkt der Kurve vom größten Elend zur einsetzenden Besserung veröffentlichte Abd-ru-shin 1923 seine ersten Vorträge in den „Gralsblättern“, einer Serie von Einzelheften. Drei Vortragstitel im ersten Heft geben dabei auffallend die Gesamtstimmung und das Sehnen der Zeit wieder: „Was sucht Ihr?“, „Aufstieg“ (damals: „Erlösung“!) und „Erwachet!“ (damals: „Lebet!“).

Das „Lebet!“ wurde in den 20er Jahren von der Gesellschaft aufgegriffen, doch in einem anderen, irdischeren Sinn, der Tabus brach, Sport und Gesellschaftsspiele als Massenvergnügen etablierte: „Nach den Schrecken des Ersten Weltkrieges wollte man das Leben in vollen Zügen genießen, Spaß haben, frei sein und die Welt entdecken“, heißt es in einem „Stern“-Bericht („Frauen in den Goldenen Zwanzigern“). Die „Goldenen Zwanziger“ brachten dabei auch neue Tänze und Sitten hervor, die die bisherigen Schranken zwischen den Geschlechtern aufzulösen begannen. So veröffentlichte Abd-ru-shin um 1924 sicher nicht von ungefähr im vierten Heft der „Gralsblätter“ die Vorträge „Sittlichkeit“, „Gedankenformen“ und „Die Ehe“.


Der „Schrei nach dem Führer“

Der äußere Aufschwung auf vielen Gebieten fand in der Weltwirtschaftskrise 1929, mit dem „Schwarzen Freitag“, ein jähes Ende. Firmenpleiten und Massenarbeitslosigkeit führten in ein neues Elend, das die Menschen und Parteien politisch radikalisierte. Die Demokratie befand sich in einer tiefen Krise, geschüttelt durch Notverordnungen, gekennzeichnet durch eine handlungsunfähige Regierung und wiederholt aufgelöste Reichstage, die den Menschen das Vertrauen in diese neue Staatsform nahmen und den Wunsch nach einer „starken Hand“ erweckten. Dieser Wunsch äußerte sich bald im Massenzulauf zur rechtsradikalen NSDAP, die in ihrer Wahlwerbung das Bild eines tatkräftigen, visionären „Führers“ zeichnete, welcher versprach, die vielen Mißstände zu beheben und Deutschland zu alter Geltung zurückzubringen.

Bereits fünf Jahre bevor die NSDAP mit Adolf Hitler ihre zugkräftige Galionsfigur auf Erfolgskurs brachte, drückte Abd-ru-shin die noch im Verborgenen liegende Stimmung des deutschen Volkes deutlich aus. „Der Schrei nach dem Führer“ (später aus naheliegenden Gründen umbenannt in: „Der Schrei nach dem Helfer“) hieß ein Vortrag, den er 1927 in einer zweiten Serie der „Gralsblätter“ publizierte. Dieser fast schon verzweifelte Ruf nach Halt war nicht nur auf Deutschland beschränkt, sondern kam auch in anderen Ländern Europas zum Ausdruck. In Italien regierte ab 1926 Benito Mussolini das Land als „Duce“ (ital. „Führer“) und Diktator. Ein Jahr darauf erreichte Josef Stalin in der Sowjetunion die uneingeschränkte Alleinherrschaft, ab 1929 trug auch er den Titel des „Führers“. Es folgte chronologisch Hitler, schließlich mit etwas Verspätung ab 1939 in Spanien Diktator Francisco Franco als „El Caudillo“ (span. „der Führer“).

Der geistige Führer oder Helfer, für den die Zeit reif und der Boden bereitet gewesen wäre, der den Menschen inneren Halt durch neues Wissen gegeben hätte und von dem Abd-ru-shin allein gesprochen hatte, wurde durch einen rein irdischen „Führer“ ersetzt, der nur materielle Ziele versprach und auf den die Menschen nun ihr Sehnen projizierten. Ein Irrtum, wie er kaum folgenschwerer sein konnte. Erschwert wurde das Erkennen den Menschen noch dadurch, daß sich Hitler und seine Gefolgsleute gezielt eines Vokabulars und einer Inszenierung bedienten, die religiöse Sehnsüchte ansprach. So versprach er, das „Tausendjährige Reich“ aufzubauen, und auch die Rede vom „Dritten Reich“ griff denselben Gedanken auf, da das „Dritte Reich“ bis dahin vor allem ein theologischer Begriff war, der das erwartete „Zeitalter der Herrschaft des Heiligen Geistes“ bezeichnete. Die Beschäftigung Heinrich Himmlers und anderer führender Funktionäre mit dem Heiligen Gral fügte sich ebenfalls in dieses Bild, dazu die Verwendung des Hakenkreuzes (Sanskrit: „Swastika“ = das Heilbringende). Die völkisch-protestantische Gemeinschaft der „Deutschen Christen“ verband dieses Symbol schließlich graphisch mit dem Erlöserkreuz und brachte es auf ihren Kirchen an. Auch Wahlplakate der NSDAP inszenierten Hitler als „letzte Hoffnung“ (1932) und „neuen Christus“; letzteres in einem Bild, auf dem Lichtstrahlen aus der Wolkendecke auf ihn herabfallen und ein Adler – anstelle der Taube – über ihm seine Schwingen breitet. Es war die Zeit der „falschen Propheten“, von denen Jesus gesprochen hatte, die „an ihren Früchten“ hätten erkannt werden müssen – die Zeit, für die zugleich aber auch der „Richtige“ verheißen war.


Weltbilder zerbrechen

Ende des 19. Jahrhunderts, noch unter dem Eindruck des Materialismusstreites, hatte das Selbstbewußtsein der Naturwissenschaften einen neuen Zenit erreicht. Physiker Albert Abraham Michelson, der 1907 den Nobelpreis erhielt, brachte dies – neben anderen – 1894 unverhohlen zum Ausdruck: „Die wichtigen Grundgesetze und Grundtatsachen der Physik sind entdeckt und so grundsolide abgesichert, daß die Wahrscheinlichkeit ihrer Verdrängung durch neue Erkenntnisse verschwindend gering erscheint […] Künftige Entdeckungen muß man schon an der sechsten Stelle hinter dem Komma suchen.“ (nach Rupert Sheldrake, „Der Wissenschaftswahn“)
Die Hybris, die in dieser Aussage anklingt, wurde nur kurz danach gehörig in ihre Schranken gewiesen. 1905 veröffentlichte Albert Einstein die spezielle Relativitätstheorie, 1916 schließlich die allgemeine, und revolutionierte damit die Physik. Doch nicht genug, folgte schon in den 20er Jahren die Quantenphysik, die das bisherige Verständnis der Wirklichkeit vollends aus den Angeln hob. Begründer Max Planck (Plancksches Strahlungsgesetz und Wirkungsquantum, 1900), Erwin Schrödinger (Schrödingergleichung, 1926), Werner Heisenberg (Unschärferelation, 1927) und weitere Größen der Zeit entdeckten dabei Phänomene und Zusammenhänge, aus denen sich auch weitreichende weltanschauliche Konsequenzen ableiten ließen. Das Weltbild der klassischen Physik von der streng kausal geprägten, von Anfang an determinierten Welt, in der ein freier Wille keinen Platz fand, war damit in Frage gestellt, die Tür geöffnet für eine Handreichung zwischen der Wissenschaft und den althergebrachten Glaubensweisheiten.

Ähnlich revolutionäre neue Auffassungen brachte der Beginn des 20. Jahrhunderts auch der Psychologie. Neben dem bisherigen Verständnis des Menschen von der Welt (Physik) zerbrach damit zugleich das Verständnis des Menschen von sich selbst. Seinen Ausgang nahm die Entwicklung in der ab 1890 von Sigmund Freud ausgeführten Psychoanalyse, die die bis dato vorausgesetzte Selbstbestimmtheit des Menschen stark in Frage stellte. Das mächtige, nach Freuds Auffassung völlig unterschätzte Unbewußte, verinnerlichte Ge- wie Verbote („Über-Ich“) und der Trieb („Es“), besonders die alles bestimmende Libido, sah er als die eigentlich bestimmenden Antriebskräfte des Menschen. Daraus hervor ging unmittelbar die Tiefenpsychologie, außerdem nach dem Bruch Alfred Adlers mit Sigmund Freud 1911 die Individualpsychologie und ein Jahr später, 1912, nachdem sich Carl Gustav Jung ebenfalls von Freud distanzierte, dessen Schule der analytischen Psychologie.

Im gleichen zeitlichen Umfeld entstand eine weitere psychologische Schule von großem Einfluß: der Behaviorismus, der sich strikt am beobachtbaren Verhalten orientierte und den Menschen damit auf rein materialistischer Basis wissenschaftlich erklären wollte. Bis in die heutige Zeit vertretene Lehren zum Verständnis des Menschen waren damit in rascher Folge entworfen. Der Behaviorismus zeigt dabei eine Hinwendung zum vermeintlich einzig verbleibenden „sicheren Halt“, der meß- und wägbaren Materie. Die dominierenden philosophischen Strömungen der 20er Jahre sind durch dasselbe Bemühen geprägt, Erkenntnisse allein aus rationaler Beobachtung auf skeptisch-materialistischem Fundament zu gewinnen.


Philosophie in der Krise

In den 20er Jahren entstand die analytische Philosophie, die den Menschen in seinen Erkenntnismöglichkeiten zurückgeworfen sah auf das Beobachtbare und logisch Ableitbare. Alle Aussagen über die Welt, die sich nicht über die Formelsprache einer formal-mathematischen Logik herleiten oder durch die Naturwissenschaft verifizieren ließen, wurden als leere Scheinaussagen betrachtet, über die zu sprechen oder nachzudenken ohne Nutzen sei – gemäß dem Standpunkt, „daß die Sätze der Metaphysik völlig sinnlos sind, gar nichts besagen“ (Rudolf Carnap: „Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache“). Wie Carnaps Titel bereits andeutet, sollten philosophische Erkenntnisse fortan nur noch aus der Bedeutung der Worte und Sätze selbst gewonnen werden, um nicht mehr in Spekulation verfallen zu können. Fragen nach einer höheren Wirklichkeit wurden damit in der Regel von vornherein ausgeblendet. Carnap gehörte einer Gruppe von Philosophen an, die sich ab 1922 regelmäßig trafen und als „Wiener Kreis“ bekannt wurden, dessen Mitglieder mit die Position des „logischen Empirismus“ formulierten, der verlangt, daß alle Aussagen über die Wirklichkeit auf Beobachtungssätze rückführbar sein müssen („Sinnkriterium“). Aussagen über die Existenz Gottes oder einer Seele beispielsweise sind damit ganz vom Tisch. Damit sollte die Philosophie eine ähnlich weitreichende Neuorientierung erfahren, wie sie zur gleichen Zeit etwa die Physik erfuhr: „Die Zeit des Wiener Kreises war eine Zeit großer gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Umbrüche. Auch der sich formierende logische Empirismus betrachtete sich als revolutionäre Bewegung, die die überkommene Philosophie überwinden wollte …“ (Wikipedia)

Mit dem „kritischen Rationalismus“ gründete Karl Popper in den 30er Jahren eine weitere Denkschule, die sich in das Bild fügt. Sie gestand metaphysischen Aussagen zwar Sinn zu, rang aber mit der Einsicht, daß alles relativ erscheint, der Mensch in seiner Wahrnehmung eingeschränkt ist und damit endgültige Erkenntnisse, sogenannte Letztbegründungen, nicht möglich seien. Die Suche nach absoluten Werten oder einem „höchsten Gut“ in der Ethik scheint damit von vornherein zum Scheitern verurteilt, moralische Forderungen verlieren ihre Verbindlichkeit: „Aus der Feststellung einer Tatsache läßt sich niemals ein Satz herleiten, der eine Norm, eine Entscheidung oder einen Vorschlag für ein bestimmtes Vorgehen ausspricht.“ Und weiter schrieb Popper: „Alle Diskussionen über die Definition des Guten oder die Möglichkeit es zu definieren, sind völlig unnütz.“ Es klingt wie ein Strecken der Waffen, das Einsehen, daß der Mensch von sich aus nicht mehr weiterkommt. Gleichzeitig fand damit aber keine innere Besinnung statt, kein Sichöffnen für andere Erkenntnisquellen, sondern nur ein Rückzug in die vermeintlich letzte Bastion des Menschen: Logik, Ratio, Skepsis.

Eine weitere, auf den ersten Blick ganz andere Strömung kommt in den 20er Jahren, vor allem durch Martin Heidegger und Karl Jaspers, zu ihrer Blüte: die Existenzphilosophie, die sich auf das Sein und Erleben des einzelnen Menschen zurückzieht. Karl Jaspers drückte dabei die menschliche Grunderfahrung des „Scheiterns“ aus, die ihn in Grenzsituationen, in die er unausbleiblich geworfen wird (Konfrontation mit dem Tod, mit Schicksal, mit Schuld …), immer wieder trifft und an seine Grenzen führt.

Diese Grundgedanken mündeten in den letzten Lebensjahren Abd-ru-shins und nach seinem Tod 1941, unter dem Eindruck des laufenden Zweiten Weltkrieges, in den französischen Existentialismus, eine zutiefst pessimistische, ja depressive Philosophie atheistischer und nihilistischer Färbung. Jean-Paul Sartre veröffentlichte 1938 sein programmatisches Werk „Der Ekel“, dem weitere folgten. Die Situation des Menschen würde im Mythos des Sisyphos offenbar: Auf sich zurückgeworfen in einem sinnleeren Leben (das Rollen des Steins auf den Berg), das ihm keinen Halt gibt und doch zum Existenzkampf zwingt (immer neues Wiederbeginnen). „Alle menschlichen Handlungen sind grundsätzlich zum Scheitern verurteilt“, so brachte Sartre sein Gefühl zum Ausdruck und sprach davon, daß der Mensch zu seiner Willensfreiheit verurteilt sei – er muß fortwährend entscheiden, ohne einen Sinn erkennen zu können. Für Albert Camus, der das Bild des modernen Sisyphos entwarf, war das Gefühl des Absurden im menschlichen Leben zentral. Der Mensch sei gänzlich fremd in der Welt („Der Fremde“, 1942), denn er selbst strebt nach Sinn, braucht einen Sinn, doch die Welt selbst erscheint sinnleer. So wird er zum rastlos Suchenden, der nicht finden kann. „Jedes große System, das vom Menschen geschaffen wurde, um der Welt einen Sinn zu geben, sei gescheitert. […] Was bleibt, ist eine vom Zufall regierte, chaotische Welt.“ (Wikipedia)

In diese ausweglos erscheinende Zeit fiel das Werk „Im Lichte der Wahrheit“, das den Menschen wieder Sinn und Antworten auf die drängenden Fragen hätte geben können!


Rätsel Kind und „neue Frau“

Das Verständnis des Menschen von sich selbst, wie es sich zum einen durch neue Wege in der Psychologie änderte, erfuhr auch in der Gesellschaft selbst einen historischen Wandel. In den Beginn des 20. Jahrhunderts fällt die Zeit der „Reformpädagogik“, die mit der Entdeckung der Kindheit als eigene wichtige Entwicklungsphase einhergeht. Fortan sollte Erziehung beim Wesen des Kindes ansetzen – und nicht beim Ziel, es möglichst bald zum „kleinen Erwachsenen“ heranzubilden, der so früh wie möglich mit dem „Ernst des Lebens“ konfrontiert wird. Rasch aufeinander folgten nach der Gründung der ersten Einheitsschule 1910 in Heppenheim die eigentlich revolutionären Konzepte, wie sie heute noch praktiziert und diskutiert werden: 1919 Gründung der ersten Waldorfschule nach der Waldorfpädagogik von Rudolf Steiner (deshalb teilweise auch: Rudolf-Steiner-Schule) in Stuttgart, die einem ganzheitlichen, anthroposophisch fundierten Verständnis des Menschen folgte und den Menschen als Dreiheit von Körper, Seele und Geist verstand. Zwei Jahre später, 1921, erfolgte in England (Leiston, Suffolk) die Gründung der demokratischen Schule Summerhill durch Alexander Sutherland Neill, die den damals durch ihn populär gewordenen Ansatz der antiautoritären Erziehung als Schulkonzept aufgriff und beispielsweise auf eine freiwillige Teilnahme am Unterricht baute. Noch einmal drei Jahre darauf, im Juni 1924, wurde auch schon in Jena die erste deutsche Montessorischule nach den Prinzipien von Maria Montessori gegründet, die die Individualität des Kindes in den Mittelpunkt stellt und sich vom traditionellen Belohnung-Strafe-System abkehrt. Mit dem Vortrag „Das Kind“ gab Abd-ru-shin schließlich Aufklärung zum eigentlichen Wesen des Kindes, in dem mancher bahnbrechende Gedanke aus der Zeit der Reformpädagogik auch Bestätigung erhielt.

Auffallend viele Vorträge der „Gralsbotschaft“ richten sich in erster Linie an die Frau, so etwa „Das Weib der Nachschöpfung“, „Die Aufgabe der Menschenweiblichkeit“, „Das schwache Geschlecht“ und „Die Hüterin der Flamme“. Die Zwanziger Jahre waren geprägt von einem Selbstfindungsprozeß der Frau, der sie allerdings weniger zu sich selbst finden ließ, als vielmehr in einen extravaganten Lebensstil führte. Die Frau begann sich zu emanzipieren, was besonders in der Mode zum Ausdruck kam: Im verbreiteten „Garçonne“-Stil dominierten männliche Schnitte, Hemd und Sakko, außerdem kurze Haarschnitte („Bubikopf“) und teils auch das Tragen von bis dahin eigentlich nur von Männern verwendeten Hüten. Sporthosen und nur mehr knielange Röcke für Frauen kamen ebenfalls in Trend, gleichzeitig eroberte die Frau im Beruf männliche Domänen und rauchte erstmals öffentlich.
Dieses herausfordernde Auftreten der „neuen Frau“ schockierte konservative Kreise, breitete sich aber rasch immer weiter aus: „Die Frau der Zwanziger war unabhängig, dynamisch und selbstbewußt. Sie ging aus, fuhr Auto, rauchte und trieb Sport. Dieser neue weibliche Lebensstil war Teil einer Gesellschaft, die schnell und intensiv lebte, zumindest diejenigen, die es sich leisten konnten.“ („Stern“, 2008: „Frauen in den Goldenen Zwanzigern“) Die Frau suchte ihren Platz, fand ihn jedoch nicht und kehrte mit dem Zweiten Weltkrieg vorerst in ihre alte Rolle zurück. Mit dieser Entwicklung einhergehend wurde damals vielerorts ein einsetzender Sittenverfall beklagt. Naturalistische Vereinigungen trieben ab der Jahrhundertwende die „Nacktkultur“ voran, 1913 gab es von ihnen im deutschen Reich bereits über 50. „Die neue Zeit“ nannte sich einer dieser FKK-Vereine und gab damit das neue Motto der erstrebten (leider rein äußeren) Befreiung vor. „Die Prüderie des wilhelminischen Deutschlands machte – zumindest in den Großstädten – einer nie gekannten, hemmungslosen Vergnügungssucht mit sexueller Freizügigkeit Platz, die in Schlagertexten, großen Nacktrevuen und Darbietungen in kleinen Kabaretts ihren Ausdruck fand. Vor allem der Jazz infizierte die Vergnügungshungrigen.“ (Deutsches Historisches Museum: „Die Kultur der 20er Jahre“) Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war auch ein gemeinsames Baden von Männern und Frauen in der Öffentlichkeit noch verpönt, ja offiziell verboten gewesen – und dies, obwohl die Badekleidung damals wesentlich mehr Stoff aufwies als heute üblich.


Entfremdung der Künste

In den Künsten ging es nun ebenfalls merklich freizügiger zu, sei es in der Malerei (Otto Dix: „Großstadt-Triptychon“ mit Darstellung Prostituierter) oder mit der Entwicklung des Tonfilms Ende der Zwanziger Jahre („Der blaue Engel“ mit Marlene Dietrich). Die Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg war zunächst geprägt durch den Expressionismus, der sich mit Angst und Krieg, Großstadt und Entfremdung auseinandersetzte. Ein richtungweisendes Werk war Edvard Munchs berühmtes Gemälde „Der Schrei“, dessen Entstehung (bis 1910) Munch in seinem Tagebuch ausdrucksstark schildert: „… über dem blauschwarzen Fjord und der Stadt lagen Blut und Feuerzungen … ich blieb zurück – zitternd vor Angst – ich fühlte den großen Schrei in der Natur …“

Der Expressionismus, besonders in der Literatur, stand oft auch unter dem Stern eines apokalyptischen Bewußtseins, wie es in dem programmatischen Gedicht „Weltende“ von Jakob van Hoddis (1911) zum Ausdruck kommt: „In allen Lüften hallt es wie Geschrei …“ und mit einer noch ungleich düstereren Note bei Georg Trakl: „Die Bläue meiner Augen ist erloschen in dieser Nacht …“ Das Gefühl der Haltlosigkeit wurde, wie etwa in August Stramms Kurzgedicht „Patrouille“ (1914/15), oft auch durch eine Zerschlagung der Formen und reduzierte Sprache zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig waren, gerade vor dem Ersten Weltkrieg, viele einschlägige Werke aber auch von einer Stimmung des Aufbruchs und Neubeginns geprägt.

Dieser Epoche voraus ging Ende des 19. Jahrhunderts der Naturalismus, der mit den alten Vorstellungen von Ästhetik und Schöngeistigkeit brach und ihnen bewußt das Banale, Kranke und Häßliche entgegenstellte (etwa das Elend der schlesischen Weber in Gerhard Hauptmanns Dialekt-Drama „Die Weber“, 1892). Trotz dieser Vorbereitung war die Veröffentlichung von Gottfried Benns „Morgue“-Zyklus – expressionistische Gedichte über ungeschönte Eindrücke im Pariser Leichenschauhaus – 1912 ein Skandal. Geradezu pervertiert wurden Kunst und Literatur ab 1916 in der Protestströmung des Dadaismus, deren Gedichte ein sinnfreies Stammeln wiedergeben und deren Gemälde bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Abstraktionen abbilden: „Der Begriff Dada(ismus) steht im Sinne der Künstler für totalen Zweifel an allem, absoluten Individualismus und die Zerstörung von gefestigten Idealen und Normen.“ (Wikipedia) So kommt gerade in der Kunst das Zeitgefühl überdeutlich zum Ausdruck.

Auch die Musik bildet dabei keine Ausnahme: Ab 1910 bilden sich hier die Einzelströmungen der „Neuen Musik“ heraus, besonders – mit Arnold Schönberg und seiner „Wiener Schule“ – die atonale Musik, die nicht mehr auf einem Grundton basiert und damit die bisherige Harmonik aufgibt. Dissonanzen müssen nun nicht mehr wieder aufgelöst werden, wie es vorher Usus war. In konservativen Kreisen stieß dieser Trend auf große Ablehnung, kritisiert wurde beispielsweise, daß „in ihr eine sinnhafte musikalische Formensprache aufgegeben werde und durch den Wegfall einer sinnstiftenden Tonalität ein fundiertes ästhetisches Urteil durch den Hörer nicht möglich sei“. (Wikipedia) So drückt sich der große Sinnverlust des damaligen Menschen auch in der Aufgabe eines sinnstiftenden Elements in der Musik aus.

Dieser triste Zustand der Künste, der die Welt nur noch in Dissonanzen zu beschreiben weiß, verbessert sich allerdings in den 20er Jahren – vor dem noch größeren Tiefpunkt zur Zeit des Nationalsozialismus – wieder. Die „Neue Sachlichkeit“ dominiert zunächst die Kunst, hebt sich in einem nüchtern-realistischen, auch gesellschaftskritischen Duktus vom Pathos des Expressionismus ab. Kann auch darin, zusammen mit den genannten realistischen Trends in der Philosophie, eine eigentlich tiefe Resignation gesehen werden? Das Feuer des Ausdrucks, der Leidenschaft, die der Erste Weltkrieg so gründlich verzehrte, scheint erloschen, der Mensch gibt das Gefühl auf und zieht sich auf den Boden des Realismus zurück, um nicht Opfer weiterer Ernüchterungen zu werden – oder er wirft sich in den gesellschaftlichen Taumel einer Genuß-Mentalität des Sichauslebens. Nur wenige steuern gegen, doch sie führen die 20er Jahre in der Literatur zu einer neuen Blüte, voran Hermann Hesse („Siddhartha“, 1922) und Thomas Mann („Der Zauberberg“, 1924). Franz Kafka zählt ebenfalls zu den großen Literaten der Zeit („Der Prozeß“, 1925), wenn auch seine Werke wieder die so zeittypische Stimmung des Absurden und einer unergründlichen Bedrohung transportieren – noch heute ist zur Bezeichnung einer solchen Situation das Wort „kafkaesk“ gebräuchlich.


Scherben und neue Hoffnung

Hermann Hesse brachte 1914, noch bevor sich der anstehende Zusammenbruch so umfassend bemerkbar machte, das große Sehnen nach einer neuen Zeit zum Ausdruck: „Räum auf und brich in Scherben / Was nimmer halten mag, / Und reiß aus Nacht und Scherben / Empor den lichten Tag!“ Nur wenige Jahre später lag nun tatsächlich alles in Scherben. Die Grundlage für einen neuen Aufbau war da, die Herzen der Menschen durch die umwälzenden Erlebnisse in Not geöffnet und ein neuer Wegweiser in dem Werk „Im Lichte der Wahrheit“ gegeben. Über das ersehnte „Friedensreich der Tausend Jahre“ schrieb Abd-ru-shin (Vortrag „Das Reich der Tausend Jahre“): „Auf bisherigem Boden kann es nicht erstehen! Alles Alte hat vorher erst neu zu werden!“ – und weiter: „Das, was am meisten sich vorher in dem Gericht verändern muß, ist der Mensch selbst; denn er allein hat die Verwirrung in die Nachschöpfung gebracht. Von ihm, aus seinem falschen Wollen, ging das Unheil in die Welt.“

Die Scherben wurden mühsam wieder geflickt, nach einem weiteren, selbst die Grauen des Ersten Weltkriegs noch in den Schatten stellenden zweiten großen Krieg fand man langsam wieder „zurück in alte Bahnen“. Eine Welt frei von Übel, Krieg und Verbrechen scheint heute erneut fern wie eh und je – und somit gilt noch immer das Wort, daß erst alles neu werden muß, und zwar zuerst der Mensch in sich, bevor der Anbruch einer neuen Zeit erwartet werden kann!

 


Informationen zu Abd-ru-shin und seinem Werk „Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft“: http://www.gralsbotschaft.org



 
   
 
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